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Solarpark in Sachsen: Leitungsausbau kommt nur langsam voran

Foto: Rupert Oberhäuser / IMAGO

Wegen Staus im Stromnetz haben Erzeuger von Windkraft oder Solarstrom auch im vergangenen Jahr Anlagen zeitweise abschalten müssen und dafür knapp 435 Millionen Euro Entschädigung bekommen. Die Summe sank jedoch im Vergleich zu 2024 um rund 120 Millionen Euro – ein Rückgang,der sich seit Jahren fortsetzt. Dies geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linkenabgeordneten Dietmar Bartsch hervor.

Solarland Bayern war diesen Angaben zufolge 2025 mit 165 Millionen Euro Spitzenreiter bei dem finanziellen Ausgleich für Erzeuger erneuerbarer Energien,danach folgten die großen Windkraftländer Niedersachsen mit 120 Millionen und Schleswig-Holstein mit 54 Millionen Euro. Dagegen bekamen Betreiber in Hessen,Bremen,im Saarland,Berlin und Hamburg wenig oder gar nichts.

Leitungskapazitäten reichen nicht aus

Gerade an windreichen Tagen reichen die Leitungskapazitäten nicht aus,um den Strom zu transportieren. Die Netzbetreiber regeln deshalb bei Engpässen regional Erzeuger ab. Wie oft diese entschädigt werden müssen,wenn ihre Anlagen keinen Strom einspeisen dürfen,hängt also vom Wetter ab und davon,wie gut das Stromnetz ausgebaut ist. Die konkrete Höhe orientiert sich im Einzelfall am jeweiligen Marktpreis. Die hohe Summe für Bayern erklärt sich unter anderem daraus,dass dort viele Solaranlagen gebaut wurden,der Leitungsausbau aber nur langsam vorankommt.

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Bartsch sprach von »Systemversagen« und forderte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf,Abhilfe zu schaffen. »Die Bundesregierung verantwortet die höchsten Strompreise in Europa – gleichzeitig wird Strom weggeschmissen«,sagte er. »Diese Absurdität auf dem Rücken der Verbraucher muss enden.« Denn bezahlt werde sie von den Stromkunden.

»Statt kleiner Korrekturen und unzureichender Kostendämpfer braucht es einen Neustart: Netzausbau beschleunigen – Preise runter«,forderte der Linkenpolitiker. »Ein Land,das bei den Preisen an der Weltspitze steht,muss jede Kilowattstunde ins Netz bringen.«

mik/dpa-AFX

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