Warnung der Internationalen Energieagentur IEA April könnte für Weltwirtschaft noch schwieriger werden als März

2026-04-14 https://www.spiegel.de/wirtschaft/iea-warnt-april-koennte-fuer-weltwirtschaft-schwieriger-werden-als-maerz-a-e25f8388-b068-4a30-bad6-a02648844549 HaiPress

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Erdölraffinerie Heide (Schleswig-Holstein)

Foto: Bodo Marks / dpa / picture alliance

Der April könnte dem Chef der Internationalen Energieagentur (IEA),Fatih Birol,zufolge für die Energiemärkte und die Weltwirtschaft aufgrund des Irankriegs ein schwierigerer Monat werden als der März. Während im März noch Lieferungen aus der Region eingetroffen seien,die »lange vor Beginn der Krise verladen wurden«,sei im April »nichts verladen worden«,sagte Birol am Montag vor Reportern nach der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington.

Die Welt steht Birol zufolge vor einer großen Herausforderung in Bezug auf Energiesicherheit. »Kein Land ist gegen dieses Problem immun«,sagte er. »Je länger die Unterbrechung anhält,desto gravierender wird das Problem.«

Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar sperrt das iranische Militär de facto die Straße von Hormus. Durch sie verläuft rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Zudem beschoss Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Folge: Die Öl- und Gaspreise schnellten weltweit in die Höhe.

Delegationen der USA und Irans hatten am Samstag in Islamabad unter pakistanischer Vermittlung Verhandlungen über eine Friedenslösung aufgenommen. US-Vizepräsident JD Vance erklärte die Gespräche aber am Sonntag nach einem 21-stündigen Verhandlungsmarathon für gescheitert. US-Präsident Donald Trump kündigte daraufhin eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus an,die nach US-Angaben am Montagnachmittag in Kraft trat.

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Wenige Tage zuvor hatte der europäische Flughafenverband ACI Europe erklärt,dass Kerosin in Europa schon bald knapp werden könnte. Der Transit durch die Straße von Hormus müsse innerhalb der nächsten drei Wochen »in nennenswertem und stabilem Umfang« wieder aufgenommen werden. Ansonsten gehe man davon aus,dass es zu Engpässen bei Flugtreibstoff in der EU kommen dürfte,schreibt Generaldirektor Olivier Jankovec in einem Brief an die Europäische Kommission.

Die Hauptreisezeit im Sommer stehe bevor. Der für viele Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten bedeutsame Tourismus werde maßgeblich durch den Luftverkehr ermöglicht,so Jankovec. Er forderte,dass die EU-Kommission EU-weit beobachtet,wie viel Kerosin aktuell verfügbar ist,wie viel künftig verfügbar sein wird und wie beides zum Bedarf steht. Eine solche Übersicht gebe es bislang nicht.

hda/AFP/dpa

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