Krieg gegen die Ukraine Peking kontert EU-Sanktionen gegen Russland mit Sanktionen gegen EU
2026-07-27 https://www.spiegel.de/wirtschaft/china-peking-kontert-eu-sanktionen-gegen-russland-mit-sanktionen-gegen-eu-a-e1893bbc-955b-479d-9ddf-e89bd8680a0b HaiPress


Allianzpartner China,Russland: Nationale Sicherheit und nationale Interessen
Foto: Alexander Kazakov / IMAGO
Als Reaktion auf die neuen Sanktionen der EU gegen Russland hat China gegen 14 Unternehmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern Exportkontrollen verhängt. Im Zusammenhang mit der 21. Sanktionsrunde seien auch 14 Unternehmen aus China und der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong auf die Liste der EU geraten,begründete das Handelsministerium in Peking den Schritt.
Mit der Maßnahme wahre China die nationale Sicherheit und die nationalen Interessen,teilte die Behörde weiter mit. Exportunternehmen ist es demnach untersagt,sogenannte Dual-Use-Güter,also Waren mit einem zivilen,aber auch militärischen Verwendungszweck,an die betroffenen EU-Firmen auszuführen. Zudem dürfen ausländische Personen oder Organisationen den Unternehmen entsprechende Güter mit Ursprung in der Volksrepublik nicht zur Verfügung stellen,wie es hieß.
Rüstung und Chemie betroffen
Betroffen sind laut Handelsministerium der deutsche Rüstungsbauer Rheinmetall,die Antraco Chemie-Handelsgesellschaft mit Sitz in Duisburg sowie Sindlhauser Materials aus Kempten im Allgäu. Außerdem setzte Peking Unternehmen aus Italien,Frankreich,Polen,den Niederlanden und weiteren Ländern auf die Liste. Die Maßnahmen traten sofort in Kraft.data-area="text" data-pos="11">
Zuvor hatten sich die EU-Staaten wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Wie aus einer EU-Mitteilung hervorging,nahm der Rat der Mitgliedstaaten 51 »Einrichtungen« auf eine Liste für Exportbeschränkungen zu Dual-Use-Gütern und Technologie,weil sie Russlands Militär und Rüstungsindustrie unterstützt haben sollen. Einige dieser Einrichtungen haben der Mitteilung zufolge ihren Sitz in Drittländern wie China,einschließlich Hongkong,aber auch Indien,Kasachstan oder Kirgisistan.
mik/dpa
